Olivenöl-Test

Zusammenfassung: Olivenöl-Tests, die von Zeitschriften und Fernsehsendungen durchgeführt werden und die Probleme des Olivenöl-Handels werden im ersten Teil dargestellt. Im zweiten Teil gibt es die Anleitung für den privaten Olivenöl-Test zu Hause.

Olivenöl-Tests in den Medien

In den letzten Jahren sind Olivenöl-Tests immer mehr in den Vordergrund gerückt. Aufgrund der Machenschaften großer Lebensmittelkonzerne im Sektor Olivenöl, lassen immer mehr Zeitschriften Olivenöle aus dem Handel testen. Hier die wichtigsten Test-Ergebnisse: Im Olivenöl – Dossier (2007) der Zeitschrift Merum wurde eine Studie publiziert, bei der von 31 Supermarktölen 30 durchfielen. Diese Studie wurde 2012 von vielen Medien (z.B. Handelsblatt) wieder erwähnt. Im Jahr 2009 publizierte Ökotest seine Untersuchungen: Nur zwei von 25 Olivenölen aus Supermärkten und Naturkostsupermärkten konnten überzeugen. Auch bei der Stiftung Warentest erhielten 2010 nur vier von 28 Olivenölen die Note „gut“. 2012 teste die Fernsehsendung WISO 14 Olivenöle, nur zwei erhielten die Note “gut”. Im Januar 2016 erschien wieder ein Bereich der Stiftung Warentest. Diesmal gab es nur noch ein Olivenöl mit der Note gut (Preis 40 € pro Liter). Sieben Olivenöle erhielten die Note Befriedigend oder Ausreichend. Die Hälfte aller getesteten Öle (13) ist mit der Note Mangelhaft durchgefallen. Darunter auch bekannte Bio-Olivenöle.

Allen Tests gemeinsam ist, dass die standardisierten Qualitätsklassen nicht eingehalten werden. Die oberste Qualitätsstufe „nativ extra“ / „extra vergine“ steht fast auf allen Etiketten. Die mittlere Qualitätsklasse „nativ“/“vergine“ findet man im deutschen Handel nicht mehr. Entspricht ein Olivenöl der Qualitätsklasse „Lampant“ (leicht mit der Eselsbrücke „Lampenöl“ zu merken), muss es aus gesundheitlichen Gründen vor dem Verzehr raffiniert werden und darf dann als einfaches Olivenöl ohne Zusatz verkauft werden. Hiervon sind wenige Prozent im Handel, über 90% werden unter der höchsten Qualitätsstufe verkauft. Fachleute schätzen, dass davon weniger als fünf Prozent wirklich der höchsten Qualitätsstufe „extra nativ“ entsprechen.

Qualität von Lakonikos Olivenöl

Bei Lakonikos bekommen Sie 100% reines, hochwertiges Olivenöl der Qualitätsklasse nativ extra. Und wir erklären Ihnen, wie Sie selbst einen kleinen Geschmackstest für Olivenöl durchführen können.

Olivenöl-Test der Ernte 2015 vor der Ölmühle in Griechenland
Olivenöl-Test der Ernte 2015 vor der Ölmühle in Griechenland

Geschmackstest: Blindverkostung mit Olivenöl

Wenn Sie mehrere Olivenöle kaufen und diese sensorisch, also mit Ihrem Geschmack, testen wollen, dann können Sie zu Hause eine Blindverkostung durchführen. Blind bezieht sich darauf, dass sie das Etikett nicht kennen, sondern nur das Öl vor sich haben. Die Augen dürfen bei diesem Test offen bleiben. Eine solche Blindverkostung mit Olivenöl geht ganz einfach: Als erstes benötigen Sie für diesen „privaten Test“ zwei Personen: Eine Person, die die Verkostung vorbereitet und eine Person, die verkostet. Mehr Spaß macht es natürlich in einem größeren Kreis von Freunden oder der Familie. Für eine erste Verkostung für den ungeschulten Gaumen eignen sich zwei hochwertige Olivenöle (zum Beispiel mit dem Probierset von Lakonikos ) und ein billiges Olivenöl aus dem Supermarkt. Die vorbereitende Person kann nun auf Tellern ein Papier oder eine Serviette legen, die mit Zahlen von 1 – 3 beschriftet ist. Auf diese Zahlen werden nun kleine Gläschen oder kleine Schälchen gestellt, in welche die Olivenöle eingefüllt werden. Welches Olivenöl welche Zahl hat, sollte natürlich nur die vorbereitende Person wissen. Als Zutaten eignen sich kleine Brotstücke und Apfelschnitze. Nun können die Testpersonen die Olivenöle entweder mit den kleinen Stückchen Brot oder pur probieren. Zwischen den Ölen kann mit Brotstückchen oder Apfelschnitzen der Geschmack neutralisiert werden. Hier noch einige Informationen, die auch bei professionellen Olivenöl-Tests beachtet werden:

Olivenöl kann drei positive Merkmale haben: fruchtig, bitter und scharf. Die Schärfe wird beim puren Probieren oft als leichtes Prickeln oder Kratzen im Hals empfunden, zum Teil auch im Nachgeschmack. Eine positive Schärfe gehört zu gesundem Olivenöl dazu. Jedes Olivenöl muss fruchtig sein, sonst darf es nicht die Bezeichnung „nativ extra“ / „extra vergine“ tragen. Bei den Blind-Verkostungen, die der Geschäftsführer von Lakonikos auf Veranstaltungen und Genussmessen durchführte, schmeckten fast alle Teilnehmer heraus, dass das Supermarkt-Olivenöl nur bitter war, aber nicht fruchtig. Möglicherweise wurde hier auch versucht mit Bitterstoffen Fehlaromen zu überdecken. Die Liste der negativen Merkmale ist lang, dazu gehört z.B. ranzig, schlammig, heuartig-holzig, erdig oder metallisch.
Wer Spaß an diesen privaten Olivenöl-Tests hat, kann so etwas regelmäßig machen und mit der Zeit seinen Gaumen schulen.